Geschichte

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Die Mitgliederversammlungen beider Vereine billigten den Zusammenschluss unter dem 11.05.00. Der BSV Zieverich schloss sich mit seiner Fußballabteilung dem neuen Verein an. Am 01.07.00 genehmigte der Fußballverband Mittelrhein den Zusammenschluss unter dem Namen FC Bergheim 2000 e.V. Die beteiligten Vereine einigten sich auf die Vereinsfarbe „schwarz/blau“. Schwarz für den CfR Kenten, Blau für Jugend 07.

Vor dieser Fusion hatten sich sowohl der CfR Kenten als auch Jugend 07 Bergheim in einer wechselvollen Geschichte einen Namen weit über die Grenzen von Bergheim hinaus gemacht.

Gegründet wurde der Bergheimer Verein 1907 unter dem Namen Borussia 1907 mit den Vereinsfarben „gelb/weiß“. Zur gleichen Zeit hatte sich ein weiterer Verein in Bergheim mit den Farben „rot/weiß“ gegründet. Am 01.05.1917 schlossen sich diese beiden Vereine unter dem vorläufigen Namen „Jugend Bergheim“ zusammen. Der vereinsrechtliche Zusammenschluss erfolgte 1919 aus den Vereinen „Borussia 1907“ und „Jugend Bergheim 1914“ zum Verein „Jugend und Volksspiele1907 e.V.“ 1933 erfolgte die Verschmelzung mit dem Eisenbahner – Turn- und Sportverein.

Der CfR Kenten erlebte seine Gründungsversammlung am 18.04.1926. Vorläufer dieses Vereins war der FC Wiesengrün von 1912.
Der CfR Kenten spielte über Kreisliga C bis zur Landesliga. Von 1978 bis 1983 machte der Verein durch seine Leistungen in der Landesliga auf sich aufmerksam. Maßgeblich für diesen Aufschwung war die gute Jugendarbeit die der Verein unter der Leitung von Heinz Nettesheim hatte. Die Kinder und Jugendlichen aus dem Ortsteil Kenten erhielten eine gute fußballerische Ausbildung. Vor dem Zusammenschluss spielte der CfR Kenten in der Kreisliga B.

Jugend 07 Bergheim erlebte ebenfalls eine wechselvolle Geschichte. Noch vor dem Krieg spielte der Verein 1930/31 in der damals höchsten deutschen Spielklasse, „Gauliga“ genannt. Nach dem Krieg erlebte der Verein Zugehörigkeiten von der Kreisliga B bis zur Landesliga.

Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren auch der DFB Pokal, so das Spiel vom 30.09.1962 im Bergheimer Stadion gegen den späteren Deutschen Meister 1. FC Köln, dass dieser vor einer Kulisse von ca. 3.500 Zuschauern mit 4:0 für sich entschied.
Vor und nach der Fusion spielte der Verein in der Kreisliga A. Im Rahmen der Neueinteilung der Spielklassen durch den Fußballverband ab der Spielzeit 2005/06 auf der Grundlage eines Punktesystems gelang es nicht, sich für die neu zusammengestellte Kreisliga A bestehend aus den Vereinen der Kreise Köln-Land, Bergheim und Euskirchen zu qualifizieren. Es fehlten nur wenige Qualifizierungspunkte jedoch bedeutet dieser Abstieg den bislang tiefsten Absturz des Vereins.
Nach mehreren erfolglosen Anläufen zum Wiederaufstieg in die Kreisliga A in den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 gelang dies endlich in der Saison 2009/10. Jetzt soll durch eine gute und konsequente Jugendförderung auch die Nachhaltigkeit des Aufschwunges im Verein Berücksichtigung finden.

Auch Jugend 07 Bergheim zeichnete sich durch eine gute Jugendarbeit aus. Stellvertretend für eine engagierte Tätigkeit vieler Trainer, Betreuer und Jugendleiter seien erwähnt Peter Neveling, Jugendleiter 1985 – 2005, und Dieter Angermaier Trainer von 1983 – 2012.
Aus dem Verein gingen Talente hervor, die es bis in die höchste Deutsche Fußballklasse schafften. So 1963 Dieter Höller, der zum VfB Stuttgart wechselte und aktuell Lukas Podolski .

So begann Lukas 1994 seine fußballerische Karriere bei Jugend 07 Bergheim in der F-Jugend. Im Verein verblieb er bis 1998 unter seinem Trainer Horst Brüschke. Lukas fiel durch seine Spielintelligenz, seine Schusskraft und Ehrgeiz auf. Der Ball war sein liebstes Spielzeug und immer dabei. Er hatte die Fähigkeit ein Spiel alleine zu entscheiden und war seinen Altersgenossen spielerisch weit überlegen.

Schon im zweiten Jahr der F-Junioren wurde er bei den E-Junioren eingesetzt und avancierte zur spielbestimmenden Figur. Ab dem älteren Jahrgang E-Junioren wurde er ständig schon in nächsten Jahrgang, den D-Junioren eingesetzt.

Da seine fußballerische Entwicklung weiter anstieg und er in der D-Jugend bereits unterfordert war, erfolgten dann die Einsätze in derC-Jugend. Obgleich er vielen C-Jugendspieler körperlich unterlegen war, glich er dies durch seine fußballerische Klasse aus, und gehörte auch hier stets mit zu den Besten.

Ab der C-Jugend nahm er einige male beim Probetraining des 1.FC Köln teil. Dort wollte man ihn zunächst ausmustern, aber Lukas wechselte gleichwohl im älteren Jahrgang D-Jugend zum FC. Ab diesem Wechsel entwickelte sich Lukas rasant, wie wir heute sehen.
Derzeit verfügt der Verein FC Bergheim 2000 über 11 Jugendmannschaften davon 1 Mädchenteam und zwei Seniorenherrenmannschaften. Ca. 200 Kinder und Jugendliche nehmen am Spielbetrieb teil. Eine überaus erfolgreiche AH-Abteilung rundet das Vereinsprofil ab.

Neben der sportlichen Ausbildung übernimmt der Verein eine wichtige Aufgabe im Bereich der Integration in der Stadt Bergheim. Die Tendenz geht zu einem weiteren Anstieg der Spieler. Mit der Einrichtung des Kunstrasenplatzes, den Lukas maßgeblich initiierte und förderte hat sich dieser Trend verstärkt.

Gerade diese Spiel- und Trainingsmöglichkeit auf dem hochklassigen Kunstrasenplatz im Lukas-Podolski-Sportpark ist mit ein Grund dafür, dass Kinder und Jugendliche den Weg zum Verein finden.

Durch die tatkräftige Hilfe von Sponsoren gelingt es, die Belange des Jugendsports zu fördern. Hierdurch kann der Verein sowohl eine sportliche als auch soziale Aufgabe in der Stadt Bergheim wahrnehmen, die Dank der Unterstützung von Lukas Podolski weit über die Grenzen vom Bergheim hinaus bekannt ist. Hierzu gehört auch, dass Lukas häufig vor Ort vorbeischaut, um sich selbst ein Bild zu machen, was den Kindern und Jugendlichen immer ein freudiger Anlass ist, den direkten Kontakt zu suchen.